Allein unter gleichen 

 


👋 ‚Allein unter gleichen‘ war mein erster Gedanke,  als ich diesen Schritt gewagt hatte.

Ich hatte mich entschlossen,  Gleichgesinnte aufzusuchen.

Ein Familienzentum in entfernter Nähe hatte einen Artikel in der Tageszeitung geschalten, in dem sie von Nachmittagen und Treffen für Alleinerziehende erzählten.

Der Kontakt per Mail war schnell aufgebaut. Und heute Nachmittag sollte es so weit sein,….

Die Polarbärin berichtet:

„Allein unter gleichen“

Wir waren da. Ein Kurs im eigentlichen Sinne, wie ich es erwartet habe, gab es nicht.  Es ist ein beisammen sein,  Kaffee und Kuchen,  Spielplatz und spazieren gehen und reden.

Wir kommen an. Alle schon da.  Also rein in den Raum voller fremder Gesichter.

Miu war schon direkt in der Tür hinter meinen Beinen verschwunden.  Ich nehme ihn auf den Arm.

Wir wurden begrüßt. Ich setz mich.  Miu auf dem Schoß. Er vergräbt sich nicht in meinen Armen, sondern guckt sich um. Er und seine Komfortzone Mama. Doch diesmal ist es alles irgendwie anders. Das fällt mir gleich auf.

Ich bekomme ☕. Und Kuchen stand da. Einfach zulangen.

Miu taut auf. Und je mehr er auftaut,  desto weiter ziehe ich mich zurück. Irgendwann steht er neben mir. Zeigt stolz seine 3Kuscheltier, die unbedingt mit auf die Reise mussten.

Dann noch ein Stück weiter weg und spielt. Noch nicht mit den anderen,  aber…… Normalerweise ist das nicht drin. Normalerweise klammert er. Normalerweise zählt die Komfortzone.  Wenn er die dann endlich verlässt (es kommt wirklich darauf an,  ob ihm die Umwelt sympathisch ist oder nicht), wird es Zeit zu gehen.

Ich stelle mich/uns in  der Zeit vor. Die anderen sich auch.

Alle sehr nett. Keine komischen Blicke.

Als Miu so aufgetaut ist, dass er bei den anderen Kindern spielt (noch nicht mit ihnen),  wollen wir raus zum Spielplatz.

Miu läuft den ganzen Weg, an meiner Hand. Definitiv mehr als 1km.

Ohne murren. Ohne Tragen.

Sogar Stufen,  jede Treppe….

Ich unterhalte mich.  Mal hier mal da.

Auf dem Spielplatz, spielt er etwas im Sandkasten. Entfernung zu mir, fast 2 m. Und das, obwohl fremde Erwachsene da sind,  fremde Kinder schreinend spielen.

Da war ein Baumstamm,  zu 45grad aufgerichtet. Zum Hochlaufen.

Nie im Leben hätte ich ihn da drauf bekommen.

Er wollte von allein, von sich aus. Raus aus der Komfortzone, rein ins Vergnügen.

Als er eine Höhe erreicht hat,  wo ich nur noch eine seiner Hände halten konnte,  reichte eine andere Mutter, auf der anderen Seite des Stammes, ihre Hand zur Hilfe.. Er nahm sie und lief dann weiter.

Auf dem Rückweg mussten wir bergauf. Er hat wieder jemanden angefasst, auf der anderen Seite,  damit er den Berg auch hoch kam,  ohne getragen zu werden.

Da war es schon 17:00 durch (eigentlich seine Zeit um mit der miesen Laune wegen Müdigkeit anzufangen)

Verabschieden und Heimweg… Alles kein Problem. Selbst zu Hause war er tiefenentspannt. Und dabei kam er erst 19:30 ins Bett (sonst geht noch 18:00 nichts mehr) 😳

Kann man mir mal sagen was da heute los war?

Muss man nicht.  Wir waren einfach nicht ‚allein unter gleichen‘ , sondern zusammen ‚mit gleichen‘.

Und wir werden es wieder sein. Zusammen mit gleich!  Nicht mehr allein.

Die Polarbärin

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