Ein Jahr als Alleinerziehende, ein Jahr in dem ich alles erreicht habe 

​April, 22 im Jahre 2016 

 Hinter der Fassade

Fast eine Jahr ist seit ‚Hinter der Fassade‘  vergangen. Und jetzt wo ich euch davon erzählen will, fehlen mir die Worte. 

Ich schau auf ein Jahr zurück. Heute Abend viel intensiver als all die Tage zuvor,  nachdem mir bewusst wurde, dass ich nun bald meinen ersten Jahrestag als Alleinerziehende habe. 

Ein Jahr, in dem ich mehr erreicht habe,  als je in einem Jahr meines Lebens zuvor. 

So kam mt es, dass ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge,  und Stolz im Herzen schreibe. 

Er nahm uns alles! Seine Feigheit, seine immer wiederkehrenden Lügen brachten uns weit über den Rand des Ruins,  als ich ihm eines Tages sagte: „Nimm deine paar Sachen, und geh. Aber geh,  und lass uns in Ruhe. Machst du Theater,  schmeiß ich dich raus!“ 

Er ging!…. mit den Worten, dass mein Miu für immer Hartz IV Kind bleiben wird. 

Als ich die Tür leise hinter ihm schloss, war Angst in mir. 

Diese Angst,  dass seine letzten Worte und Drohungen wahr werden könnten, begleiten mich in diesem Jahr durch alle Höhen und Tiefen. 

Sie  trieben mich an… Zur Höchstleistung. Egal wie nah ich immer und immer wieder am Rand der Erschöpfung stand. 

Und jetzt?!  Am 18. April hab ich einjähriges Jubiläum als Alleinerziehende. 

Ich hab alles erreicht! 

Miu und ich wohnen in einer wunderschönen,  gemütlich eingerichteten Wohnung. 

Ein Job in der Tagespflege ermöglicht alles.  Die Zeiten vom Kita und meiner Arbeit passen perfekt in unseren Tag. Es harter Kampf diesen Job zu finden,  aber er ist mein. 

Unten, vor der Tür, steht ein neues Auto. Kein umständliches Hineinsetzen meines Sohnes ins Auto mehr. Ein kleiner großer Hingucker ist unser Familienauto dennoch. Wenn auch lange keine Sportwagen mehr,  wie ich sie früher gefahren habe. 

Miu und ich haben alles erreicht. Alles neu aufgebaut, was uns genommen wurde. 

Der Kampf und die Plagerei mit den Ämtern und Behörden hat sich gelohnt. Und immer und immer wieder bekam ich Unterstützung (und Anerkennung) wenn man sah,  wie sehr ich unser Leben wieder in Ordnung bringen wollte.

Mein erstes Jahr als Alleinerziehende. 

Ja,  es war voller Tränen. Voller Lachen.  Voller ‚Strikes‘,  wenn ich weiterkam. Voller ‚Kopf in den Sand stecken‘,  wenn es zuviel wurde, und ich ne Auszeit brauchte. 

Voller Stolz auf meinen Sohn und Sonnenschein Miu, der jeden Schritt mit mir ging. Mir oft ein Lächeln schenkte, wenn mir die Tränen liefen. Er gab mir all die Kraft und den Ansporn. Dankeschön Miu Rabatz (möge deine beginnende Trotzphase gnädig mit mir sein) 

Mein Jahr war auch voller Freunde.  Alte, wie neue.  Die sich immer wieder die Ohren blutig hörten, bei all meinen Sorgen, Zweifeln (auch an mir und dem Leben selbst) und die meine Tränen hinnahmen und da waren. 

Ohne euch, egal wie weit weg ihr alle wohnen mögt,  ohne euch…. Ach Mensch… DANKE! 

Ihr wisst wofür,  jeder von euch! 

Auf,  in ein weiteres Jahr. Ich bin gespannt,  was es zu bieten hat. Ich werde berichten, in einem Jahr. 
Eure Polarbärin 

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