Eine Ära verabschiedet sich 

​Als ich nach einer Laufverletzung pausieren sollte,  wollte ich das irgendwann nicht mehr. 

Alles andere wäre auch nicht ‚ich‘  gewesen. 

Mein damaliges Bike war 12 Jahre alt und hatte keine 30km auf dem Buckel. 

Ich und Fahrrad.  Ich und…. Neee… Ich doch nicht. 

Zu viel Frust am pausieren,  und plötzlich saß ich auf meinem Bike…. Und rollte schon bei der 2. Tour seitwärts den Hang runter… In eine Pfütze. Nach genau 5 min, stand ich am Wegesrand, fluchte und sah aus….. Wie ich später immer aussehen sollte. Der einzige Unterschied war, beim ersten Mal war es nicht beabsichtigt. 

Später war es Pflicht…. Ein Zeichen von ‚oh hell,  ja ich hatte meinem Spaß‘ 
Der Sturz bei der 2. Tour hat an meinem Stolz genagt. Ich… Und fallen? Neeeee! 
Mein Trainigspartner, Biker der ersten Stunde und von Kindheit an,  sagte nur wenige Monate später, dass ich mir bitte einen anderen Trainigspartner suchen soll.  Er hätte die Nase voll,  immer der schlechtere zu sein. 😂

Anfangs ging es mir wirklich um den Flow und das pure Vergnügen beim Downhill. 

Da aber in einem natürlich belassen Wald die Downhill Trails nun mal Verbindungsstrecken haben,  die auch noch meistens nach oben führen (wo kein Bergauf, da kein bergab…. So meine Regel dazu)…. So kam es dazu, dass ich diese Herausforderung annahm. 

Und irgendwann meisterte ich dieses unnötig Bergauf mit zunehmend Tempo (bergauf). 

Ab da sprangen der Trainingspartner ab. 
Es folgte…. Die Schwangerschaft mit Miu. Und wo ich anfangs noch fahren durfte (immer den Puls unter 130 haltend), war bald Schluss. 
Mein Bike versetzte der Kindesvater. 

Ich trauere heute noch nach. 

Ein neues, ein Fully, kam ins Haus, ich freundete mich nicht mit ihm an. 
Wenig Touren,  wenig Möglichkeiten. 

Das war das Ende vom Lied, als ich allein da stand. 

Auf ( m)ein Biken wollte ich nicht verzichten.  Also musste ein Hardtail her. Kindersitz hinten drauf und los…. Wir waren zurück. Wir waren on Tour. 
Nicht falsch verstehen, aber genau… Wir. 

Ich liebe die Touren mit Miu. 

Aber es ist kein Downhill.  Kein Flow… Kein Suchtfaktor dabei. 
Somit verabschiedete ich mich heute vom Fully. 

Wer bin ich,  dass 2 Bikes nicht ausgelastet werden?! 

Meine Ära als ‚Pistensau‘  verabschiedet sich….. 

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2 Kommentare zu „Eine Ära verabschiedet sich “

    1. Hallo Tob, derzeit hat mein Sportleben kein happy end. Das heißt aber nicht, dass es das Ende ist. Oder anders gesagt, jedes Ende ist auch ein Anfang.
      Ich geb es noch nicht auf. Einen Teil davon. (Doch vom echten wilden Downhill, da werde ich mich verabschieden müssen.)

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