Bis hin zur Selbstaufgabe – und zurück 

​Früher war ich Azubi in 2. Ausbildung, Comic Zeichnerin,  MTB und Lauf Junkie.
Veggie, durch einem Selbstversuch dabei geblieben. 
Hunde- und Katzenbesitzerin mit Haus und Hof. Bis ich Mama wurde. 

Früher, das ist die Zeit bevor mein Miu in mein Leben kam. 
Früher,  ist auch die Zeit, in der ich alle Zeit der Welt für mich hatte. 
Früher endete 2015

Mit der Geburt änderte sich alles. 
Klar,  Verantwortung kommt. Der Mittelpunkt des Lebens verändert sich. Man wird als Mutter zu einem anderen Menschen. 
Es sind 2 Jahre und ca 1 Monat vergangen, als ich wachgerüttelt wurde, dass ich fast untergehe. 

Fragte man mich wer ich bin,  antwortete ich Miu’s Mama. 

Die Zeit, die vergangen war und all ihrer Ereignisse, die in dieser Zeit geschehen waren, hatten mich in die Selbstaufgabe gezogen. 

Ich hatte gelernt zu vergessen wer ich eigentlich bin….  War… Oder jetzt ’neues bin‘. Ich hatte mich verdrängt. Sehr erfolgreich sogar. 

Ich war immer nur Mama, Arbeitskollegin,  Freundin für andere.Partnerin bin ich nicht. Sonst wäre ich nicht Alleinerziehende. 

Fragt man mich wer ich als Frau bin,  wusste ich es nicht. Fragte man mich,  was ich gerne mache,  esse,  anziehe,  welche Musik ich höre….. ich wusste es nicht. 

Jetzt kommt die Zeit, in der ich mich neu entdecke. Mich neu kennenlerne. 

Heute bin ich kein Azubi 2.0 mehr. 

Keine Comiczeichnerin – ich zeichne und male hin und wieder, aber keine Comics mehr. Diese Ära ist abgeschlossen. 

Ich bin seit einer Woche und wenigen Tagen wieder Veggie. Die Umstellung auf eine vegetarische Ernährung war dann doch einfach,  als ich dachte.

Ich bin noch immer ein MTB- und Lauf – Junkie.  Das wird wohl immer so bleiben. 
Doch dieses permanente ‚dauerkrank‘ und die Umstände,  dass wenn es zum MTB oder laufen geht,  Miu immer dabei ist,  hat die Intensität extrem eingeschränkt. 

Ich höre wieder Musik, die ich mag. (hab lange Zeit keine gehört, um die Stille zu genießen, wenn der Tag zu laut war) 

Ich weiß was es heißt sich selbst für jemanden aufzugeben. 

Genauso weiß ich auch, dass es der Anfang vom Ende ist. 

Ich hab es rechtzeitig gemerkt, und wurde gleichzeitig wachgerüttelt. Ich möchte nicht wissen,  wo es hätte enden können. 

Jetzt heißt es: ICH lebe. Ich lebe so wie ich es will. Mit meinem Sohn Miu an der Seite.  ICH als ich (Frau) und als Mama. Als eine sehe glückliche Mama! 

Eure Polarbärin

PS.  Und wer euch etwas anderes einreden will,  hat Selbstaufgabe noch nie erleben müssen 

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